Bildungsurlaub - Demenz: Vereinbarkeit von Pflege und Beruf


Der demografische Wandel wird in Deutschland in den kommenden Jahren zu sehr tief greifenden Veränderungen führen. Politik, Gesellschaft und Wirtschaft werden sich einer Fülle von neuen Herausforderungen stellen müssen. Bei einer abnehmenden Gesamtbevölkerung wird voraussichtlich bis zum Jahr 2060 jeder dritte in Deutschland lebende Mensch über 65 Jahre alt sein. Damit steigt natürlich auch die Zahl der Pflegebedürftigen und der an Demenz erkrankten Personen. Bereits heute gibt es in Deutschland ca. 1,4 Millionen Menschen mit Demenz. Etwa 75 %  aller Pflegebedürftigen werden von ihren Angehörigen betreut und gepflegt. Über die Hälfte der Pflegenden bleibt während der gesamten Pflegezeit, die meistens mehrere Jahre dauern kann, voll erwerbsfähig.

Der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner betonte im Juli 2013: „ Die physische und psychische Belastung pflegender Angehöriger ist enorm, sie benötigen oft selbst Unterstützung und Entlastung“ Und weiter: „ Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist eine Aufgabe, die uns alle betrifft und bei der wir alle gefordert sind.“

In diesem Bildungsurlaub sollen die gesellschaftlichen Auswirkungen betrachtet werden, die die steigende Anzahl von Pflegebedürftigen in Deutschland hat, und es soll insbesondere auf die sehr speziellen Herausforderungen der zunehmenden Demenzerkrankungen eingegangen werden. Dabei muss der Bogen gespannt werden zu den pflegenden Angehörigen, ohne die eine Versorgung aller Pflegebedürftigen in Deutschland nicht möglich wäre, die aber die Pflege mit den Anforderungen der eigenen Erwerbstätigkeit in Einklang bringen müssen. Der Bildungsurlaub soll Betroffenen deshalb auch konkrete Hilfe geben, wie sie mit dem physischen und psychischen Stress einer Grenzsituation umgehen können, damit ihre volle Erwerbstätigkeit erhalten bleibt und sie weiterhin als notwenige Fachkräfte in der Wirtschaft zur Verfügung stehen.

 

Wir behandeln das Thema  „Vereinbarkeit  von Pflege und Beruf“ aus ganz unterschiedlichen Blickrichtungen:

Alltag mit Demenz

Wir geben konkrete Hilfestellung: Was ist Demenz? Wo finde ich Hilfe, wenn die Diagnose Demenz gestellt ist? Gibt es finanzielle Unterstützung? Was leisten ambulante Pflegedienste? Doch auch: Wie kann ich sinnvoll  mit meinem an Demenz erkrankten Angehörigen schöne Stunden verbringen? Wie gestalte ich ein „Lebensbuch“ mit ihm? Wie sieht ein Gedächtnistraining aus, das nicht überfordert, und wie bringe ich meinen Angehörigen und mich in Bewegung? Was mache ich, wenn aufgrund der Demenz die Sprache langsam geht? 

Coaching

Von den Coachingphasen profitieren Sie gleichermaßen für Alltag und Beruf. Sie erfahren von  den Zusammenhängen der Denk- und Verhaltensmuster und lernen Ihre Kommunikation mit sich selbst und mit anderen effektiver zu gestalten. Wir bieten Ihnen sowohl Unterstützung für die Gespräche im beruflichen Kontext als auch für die wertschätzende Verständigung mit dem Erkrankten selbst. Wir sprechen über den Umgang mit möglicher Angst und gegebenenfalls auch über die Behandlung von Wut.

Entspannung  und Bewegung

Auch im Bereich Entspannung und Bewegung schöpfen wir aus einem reichen Erfahrungsschatz: Wir stellen Ihnen Übungen aus dem stillen und dem bewegten Qigong, dem Taijiquan und  der progressiven Muskelentspannung vor, wir klopfen (EFT), lachen und genießen entspannende Trance.  Ganz sicher finden auch Sie für die Entlastung in ihrem persönlichen Alltag eine schöne Option.

 

Dozenten: Iris Fischer und Annette Bernjus

 

zurzeit keine aktuellen Termine 

 

Wenn Sie als Anbieter von Bildungsurlauben Interesse haben, freue ich mich über eine Kontaktaufnahme

Der Bildungsurlaub war bereits genehmigt, einer erneuten Genehmigung steht nichts im Wege