Naturschutzgebiet Mönchbruch

Naturschutzgebiet Mönchbruch
Wer würde das vermuten: das zweitgrößte Naturschutzgebiet Hessens (937 Hektar) befindet sich zwischen Rüsselsheim und Mörfelden-Walldorf – ganz in der Nähe des Frankfurter Flughafens.
Jetzt ist die beste Zeit, dieses Naturschutzgebiet zu durchwandern. Am Himmel ist es ruhig und man kann sich wunderbar auf das Vogelgezwitscher konzentrieren.
Die Wege sind sehr gut, für meine Bedürfnisse ein bisschen zu gut. Denn sie sind meistens breit und können auch mit dem Kinderwagen und dem (Kinder)Fahrrad befahren werden. Die schmalen Pfade sind für Wanderer geschlossen worden, und dieses Verbot wird auch eingehalten. Was ein bisschen schade klingt, hat einen enormen Erfolg gebracht: durch diese „Besucherlenkung“ ist es gelungen, dass sich hier mitten im Rhein-Main-Gebiet ein einmaliges Naturparadies für Tiere und Pflanzen entwickeln konnte. Und auch von den breiten Wegen kann man die Natur in vollen Zügen genießen.
Alte Eichen, Erlenbuchwald, Stieleichen, Sumpfwald, Wiesen und Wassergräben prägen das Landschaftsbild, das ursprünglich durch den Main geprägt wurde. 1994 wurden mehr als 540 verschiedene Pflanzenarten, darunter rund 60 vom Aussterben bedrohte Arten, die auf der Roten Liste geführt werden, gezählt.
20% der gesamten Holzmasse besteht aus Totholz, dem "biologischen Gold", in dem Millionen von kleinen und winzigen Tiere und Pflanzen leben.
Der Name stammt aus der Zeit nach 1211 – in diesem Jahr schenkte Eberhard Waro das überwiegend aus Sumpf bestehende Land den Mönchen des Klostergutes Hassloch. Das Gebiet diente den Mönchen als Viehweide und zur Holzversorgung. Daher kommt der Name "Mönchbruch".
Einer der besten Ausgangspunkte für einen Besuch ist das Jagdschloss Mönchbruch, erreichbar mit Bus und Auto. Wanderungen fallen hier allerdings vollkommen eben aus. Nun ja, wenn man den Taunus gewohnt ist, ist das ja auch mal ganz schön und kann zumindest hier und da mal einen Aussichtsturm „besteigen“.