Qigong-Wege in die Balance


 

Qigong kann mit Kultivierung des Qi übersetzt werden.

 

Oft wird es mit "Arbeit (gong) mit dem Qi" übersetzt. Doch mir gefällt Kultivierung besser, wenn wir einmal an die Kultivierung unseres Gartens z.B. denken. Auch das ist Arbeit, aber eben noch mehr: es ist auch Pflege, Beschäftigung, Bewahrung, Vermehrung, Entspannung .... und das alles beinhaltet "gong".

 

Was ist "Qi"?

 

Die Übersetzung des Begriffs ist ebenfalls schwierig (siehe unten). Qi, so die Lehre, gibt es überall - so auch im menschlichen Organismus. Beim Qigong versuchen wir das Qi, welches in unseren Meridianen (Leitbahnen) zirkuliert zu beeinflussen. Denn, so die Traditionelle Chinesische Medizin, nur wenn dieses Qi ungehindert in die richtige Richtung fließen kann und ausreichend zur Verfügung steht, können wir gesund und vital sein.

 

 Wie "geht" Qigong?

 

Die Bewegungen werden mit der Atmung und der Aufmerksamkeit auf bestimmte Punkte (z.B. das Dantian, Mingmen usw.) verbunden. Die Aufmerksamkeit leitet das Qi an die bestimmte Stelle. Das unterscheidet die Praxis des Qigong von einfachen gymnastischen Übungen. Qigong kann sehr gut in jedem Alter und bei jeder Kondition praktiziert werden. Es gibt auch Übungen im Sitzen oder Liegen, so dass selbst sehr geschwächte Personen langsam wieder zu Kräften kommen können.


Die Schriftzeichen:  

Qigong   =    氣功

 

氣  = Energie, Atem, Fluidum / wörtlich übersetzt auch Luft, Gas, Dampf, Äther, Temperament, Kraft, Hauch,     Atmosphäre

 

 功  =  Arbeit, Kraft, Erfolg, (im normalen Sprachgebrauch tritt dieses Zeichen nur innerhalb zusammengesetzter Begriffe auf )