Weg der Achtsamkeit


 „Achtsam zu sein“ bedeutet, dass man alles was im eigenen Erleben auf­taucht, wahrnimmt und willkommen heißt. Hierbei wird eine innere Haltung eingenommen, die alle auftauchenden Gefühle, Bil­der, Körperempfindungen, ganz gleich ob angenehm, ob schmerzlich, kurz be­grüßt, in etwa so: „Hallo, Du bist auch da.", „Du gehörst auch zu mir." Dem, was in einem selbst wahrnehmbar wird, bereitet man so einen freundlichen Empfang in der eigenen Welt. Man könnte es damit vergleichen, dass man wie eine gute Mutter/ ein guter Va­ter dem „neugeborenen" Erleben seine Daseinsberech­tigung mit liebevoller Annahme anerkennt.

 

Achtsam sein bedeu­tet

der einen oder anderen tief sitzenden Gewohnheit nicht mehr nach­zugeben:

wahrnehmen

ohne zu bewerten,

ohne zu analysieren und zu deuten,

ohne das Wahrgenommene schlecht zu machen und

ohne es zur Sprache bringen zu müssen

(Lehrskript fitmedi)

 

Achtsamkeit heißt nicht vorrangig "Entspannung" oder "Meditation", Achtsamkeit soll uns vielmehr helfen, mit unserem Leben zurecht zu kommen - auch mit allen negativen Erscheinungen. Achtsamkeit soll uns helfen, das Leben offen und neugierig zu erkunden. Leben wir achtsam, bzw. machen wir Achtsamkeitsübungen so stellt sich aber durchaus oft Entspannung ein.

 

Achtsamkeit bezieht sich immer auf den gegenwärtigen Augenblick.

 

Jon Kabat-Zinn sagt dazu: "Der gegenwärtige Augenblick, das Jetzt, ist der einzige Augenblick, in dem wir wirklich leben. Vergangenes ist vorüber, Zukünftiges noch nicht geschehen. Nur die Gegenwart steht uns zum Leben zur Verfügung. Das Jetzt ist die einzige Möglichkeit, die wir haben, um wirklich zu sehen, wirklich zu handeln, wirklich heil und gesund zu werden. Deshalb ist jeder Moment so unendlich kostbar."