Kleiner Feldberg (825 m) - der kleine Bruder des Großen Feldbergs


Das Gipfelplateau des Kleinen Feldberges kann man leider nicht betreten, da sich darauf das Taunusobservatorium (ein meteorologisches und geophysikalisches Observatorium) befindet. Dennoch sei der Kleine Feldberg hier erwähnt, denn es geht ein schöner Rundweg um den Gipfel herum, den man zu jeder Jahreszeit bestens begehen kann.

 

Das Taunusobservatorium wurde 1913 vom Physikalischen Verein Frankfurt am Main gegründet und ist seit der Gründung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main im Jahre 1914 eine Außenstelle des Instituts für Meteorologie und Geophysik, welches heute den Namen "Institut für Atmosphäre und Umwelt" trägt.

 

Doch der kleine Berg hat noch mehr zu bieten ... die Aufzählung endet kaum: eine Erdbebenwarte, eine Sternwarte, Messstationen vom Deutschen Wetterdienst, vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie und dem Zentrum für Umweltforschung, ein Funkmast für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie eine Antennenanlagen der Lufthansa und des Amateurfunkdienstes. 

 

Von all dem bekommt man allerdings nichts mit, wenn man den Rundweg um den Kleinen Feldberg wandert. Man sieht nur am Eingang die drei Wohngebäude, die allesamt unter Denkmalschutz stehen. Besonders eines davon ist interessant, denn es handelt sich um ein schwedisches Fertighaus. Auf der Seite des Denkmalamtes kann man lesen:

 

Wiederum verschaffte Baronin von Reinach-Bolongaro Abhilfe, indem sie auf der Leipziger Messe ein schwedisches Fertighaus, Modell „Jagdhaus“, als Bausatz erwarb und im Taunus aufstellen ließ. Das über differenziertem Grundriss zweigeschossig stehende Blockhaus zeigt mit Geschossüberstand, An- und Ausbauten eine lebhafte Disposition und mit den aus verzierten Latten gestalteten, hängenden Giebelfeldern und den Pfettenbrettern allerlei folkloristisches Beiwerk. Mit seinem Erker und dem dreiteilige Fenster mit Blick ins Tal ist das Gebäude wie geschaffen für den hier gefundenen Bauplatz. (etwa 1914)

 

Hier kannst du die ganze Geschichte aus Sicht der Denkmalpflege lesen:

 

https://denkxweb.denkmalpflege-hessen.de/100178/

 

Und hier auch noch einmal aus Sicht von Glashütten:

 

https://www.kulturkreis-glashuetten.de/historie-arbeitskreis/taunus-observatorium/ 


Der Rundweg ist nur knapp 2 Kilometer lang und damit auch nur ein Spaziergang. Man kann natürlich diesen Spaziergang beliebig  ausweiten und noch auf den Großen Feldberg oder den Altkönig steigen. Für die "schnelle" Auszeit zwischendurch oder für einen Familienausflug mit Kindern ist aber auch schon dieser Rundweg gut geeignet (siehe Komoot).

 

Mir gefällt hier besonders die Flora mit den Ebereschen und die Heidelandschaft.


Wie kommt man hin

 

Es gibt an der Landesstraße L3025 einen Parkplatz, von dem man direkt in den Wald laufen kann (Parkplatz Kleiner Feldberg oder Windeck)

Und auch ÖPNV (Bus 57) ist möglich. Die Bushaltestelle ist ebenfalls direkt am Parkplatz und heißt "Windeck".


Zum Vergrößern anklicken


Ich wähle immer den schmalen Pfad (also Richtung Berg/Zaun). Es gibt aber auch einen breiteren Weg parallel (Beno-Gutenberg-Weg), der für Kinderwagen und Kinder-Fahrräder geeignet ist.